Urgeschichtliches

Der Gemeindenamen

Der Name Alpthal („Albetal“) wird erstmals im Jahre 1018 erwähnt. Mit dieser Benennung ist allerdings die ganze Talschaft von Einsiedeln bis zu den Mythen gemeint. Kaiser Heinrich II. verschrieb damals dem Abte Wirand in Einsiedeln und seinem Stifte „alles Land bis zur Quelle des Flüsschens, welches Alba (Alp) heisst, mit dem benachbarten Thale Albetal“.


Der Kampf ums Alpthal

Ab Beginn des 12. Jahrhunderts bis zum Morgartenkrieg (1315) wütete ein eigentlicher Kampf zwischen den „freien“ Schwyzern und dem Kloster Einsiedeln um das Tal der Alp (und der Sihl). Die Schwyzer fanden sich nicht damit ab, dass die Weiden des Alptales nicht mehr wie seit „Urzeiten“ durch sie genutzt werden konnten. Die rund 200 Jahre dauernden Streitereien wurden begleitet von Entführungen und Geiselnahme von Patres aus dem Kloster Einsiedeln durch die Schwyzer und als Folge dessen von Exkommunikationen der Schwyzer durch den Papst. (Ob die Schwyzer oder Einsiedler heute auch noch so um „ihr“ Alpthal kämpfen würden??)

1350 konnte unter Abt Thuring von Disentis schliesslich eine Einigung über die endgültigen und heute bestehenden Grenzen zwischen der Gemeinde Alpthal (Bezirk Schwyz) und dem Bezirk Einsiedeln erreicht werden. Aus diesen Ereignissen dürfte sich der Name der Liegenschaft „Chriegmatt“ an der Gemeinde / Bezirksgrenze ableiten lassen.

Als Bevollmächtigter des apostolischen Stuhles sprach Bischof Ulrich von Konstanz dann die Leute von Schwyz und ihre Verbündeten vom Banne los. Als Busse musste allerdings jede erwachsene Person zwischen 12 (!) bis 70 Jahren innert Jahresfrist entweder nach Einsiedeln wallfahren, oder den Armen 100 Mahlzeiten spenden, oder 5000 Vaterunser und Ave Maria andächtig beten.


Entstehungsgeschichte Gemeinde

Wegen des beachtlichen Wachstums der Bevölkerung in Alpthal und des weiten Weges zur Pfarrkirche Schwyz (!) erlaubten im Jahre 1690 die „hohe Regierung zu Schwyz“ und der hochwürdigste Bischof den Bewohnern von Alpthal, eine Kaplaneipfrund zu errichten und „bei einer schönen Quelle“ eine Kapelle und Pfrundhaus zu bauen. Die erste Kapelle war der heiligen Familie geweiht.

Dem Gesuch im Jahre 1789 um Einweihung der Filialkirche wurde allerdings vom bischöflichen Ordinariat in Konstanz noch nicht entsprochen. Erst 1797 wurde dann die Filialkirche Alpthal vom Generalvikar des Bischofs von Konstanz zu Ehren der heiligen Apollonia eingeweiht und erhielt das Tauf- und Begräbnisrecht.         

Als „besonderer Kirchgang“ (und damit faktisch als eigene Gemeinde) wird Alpthal das erste Mal im Entwurf der inneren Verfassung des Kantons Schwyz vom 5. Jan. 1804 aufgeführt und seither auch mit den „einschlägigen Verordnungen, Mandaten und Ankündigungen“ bedient.

Die eigentliche Errichtungsurkunde der Pfarrei (Gemeinde) Alpthal datiert vom 4. April 1805.
Die örtliche Abgrenzung der Filialkirche Alpthal von der Mutterkirche Schwyz wird mit der „Schneeschmelz-Scheide“ umschrieben.

Zur Pfarrei Alpthal gehörend werden damals der Ort „Alpthal“ mit 11 Häusern, der Ort „Brunni“ mit 11 Häusern und der Ort „Eigen“ mit 10 Häusern samt allen Einwohnern gezählt. Der damalige Kuratkaplan Jakob Michael HERZOG wurde auch verpflichtet, „Schule zu halten“.
Um 1820 zählt die Filialgemeinde Alpthal 260 Einwohner.