Kommunal Magazin

Ausgabe Januar 2012
Standortmarketing: «Eine Gemeinde muss glaubwürdig sein»

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Das Alpthaler Wappen

Erklärung zum Wappen

Das rote Feld oben mit dem Schwyzerkreuz erklärt die Zugehörigkeit zum Bezirk Schwyz. Das grüne Feld unten weist auf den Haupterwerb der (damaligen) Bevölkerung hin, die Land- und Forstwirtschaft. Die weisse Wellenlinie zwischen den beiden Feldern symbolisiert den Fluss Alp, welcher das ganze Tal von Süd nach Nord durchfliesst und dem Tal und der Gemeinde den Namen gibt.

Vorgeschichte zum Bundesstaat

Mit der Kantonsverfassung von 1833 werden selbstständige Gemeinden errichtet. Zum ersten Gemeindepräsident der Gemeinde Alpthal wird gewählt: Josef Meinrad SCHORNO vom Eigen, zum ersten Gemeindeschreiber: Josef Maria STEINER. Als zweiter Gemeindepräsident folgt 1836 Josef Martin ULRICH vom Brunni und als dritter 1839 Josef Anton STEINER.

1840 wird mit einem Herr Lüönd aus Rothenthurm der erste „offizielle“ Lehrer gewählt und angestellt, weil sich der damalige Pfarrer Tschudi aus politischen Gründen nicht zum Schule halten verpflichten lässt. Wegen fehlender Lehrerwohnung kann der Lehrer bei den Eltern der Schüler Wohnung und Kost nehmen, je nach Anzahl der Kinder für so und so viele Tage.

Die Entwicklung im Bundesstaat

Mit der Gründung des heutigen Bundesstaates im Jahre 1848 wird das „Eigenleben“ der kleinen Gemeinde durch das übergeordnete Recht abgelöst und es beginnt eine neue Entwicklung.
Als 4. Gemeindepräsident und als erster unter der neuen Bundesverfassung amtet Josef Marzell SCHULER vom Rössli.

Nach Einführung der obligatorischen und unentgeltlichen Schulpflicht in der Schweiz gestattet der Regierungsrat im Jahre 1851 der Gemeinde die Führung der Halbtagesschule.
1853 wird das erste Schulhaus errichtet und die Bauschuld von Fr. 3'000.- aus einem Holzschlag im Kirchenried beglichen. (Dieses erste Schulhaus war der heutige ältere Hausteil des Hauses im "Grund" an der Alpthalerstrasse 14).

1867 kommt durch Vermittlung des damaligen Schulinspektors die erste Menzinger Lehrschwester nach Alpthal und damit gerät das Schulwesen erstmals in etwas ruhigere und beständigere Bahnen. (1985 verlässt die letzte Menzinger Lehrschwester die Gemeinde).

1875 wird im „Rössli“ die erste Postablagestelle eröffnet und im Jahre 1877 in den „Neuen Sternen“ (heutiges Rest. Sternen) verlegt. Im Erdgeschoss des „Sternen“ wird dann auch bis zum Bau des heutigen Posthauses im Jahre 1973 die Poststelle Alpthal geführt.

1880 zählt die Gemeinde Alpthal nach den Daten der Volkszählung: 62 bewohnte Häuser mit 71 Haushaltungen und 404 Einwohner, wovon 3 Ausländer.